Schlagwort-Archiv: unternehmen

Mrz
09

BVG Streik in Berlin

Die Berliner Verkehrsbetriebe streiken. Und das schon seit dem 5.März, angekündigt bis mindestens zum 14.März. Also bleiben Busse und U-Bahnen dank der Gewerkschaft Verdi in der Garage und ein pseudomäßiger Notfallplan soll das allernötigste an Beförderung übernehmen. Dass so ein Bus aber nicht auf einmal das 20fache an Personen befördern kann, sollte gerade den Busfahrern klar sein! Der wirtschaftliche Schaden für Unternehmen, aber auch Privatpersonen, die statt der öffentlichen auf KfZ oder Taxi umsteigen müssen, ist immens!

Warum wird gestreikt? Klar, der grosse Bruder, die Deutsche Bahn, ist im Streikfieber und ein bißchen mehr Geld auf dem Konto kann auch nicht schaden – geht mir genauso. Es ist allerdings meiner Meinung nach ein Unding den Streit mit dem eigenen Arbeitgeber an der Bevölkerung und anderen auszulassen. Die BVG hat eine öffentliche Verantwortung und ist wichtiger Bestandteil der Infrastruktur – kein Dienstleister – und hat damit meiner Meinung nach eine öffentliche Verantwortung, und die sollte jeder einzelne Mitarbeiter tragen!

Die Situation an sich ist natürlich grotesk: Die BVG hat Milliarden Schulden, Beschwerden über überteuerte Tickets werden lauter und lauter und die Mitarbeiter wollen mehr Geld. Woher soll es kommen, fragt man sich als Unternehmer. Doch offensichtlich haben die Streiker eine Lösung für das Problem (vielleicht einen Goldesel in den BVG Gebäuden aufstellen?), nur leider ist diese noch nicht bis zu mir und den Budgetverantwortlichen der BVG vorgedrungen.

Also wenn ich mehr Geld auf meinem Konto haben möchte, hilft nur eines: Fleiß, Engagement, gute Ideen und Überstunden… vielleicht mal ein Ansatz für die BVG Mitarbeiter?

Feb
27

Gewährleistung für Internetseiten

Also man stelle sich folgende Situation vor:
Ein Kunde beauftragt eine Agentur mit der Erstellung einer Website. zum Beispiel eine Firmenpräsentation oder einen Onlineshop oder etwas ähnliches. Nach einer gewissen Bearbeitungszeit, Korrekturschleifen und Tests geht das Projekt online und die Agentur wird für Ihre Arbeit bezahlt.
Ein paar Wochen später gibt es auf einmal einen fiesen Bug in der Seite, zum Beispiel werden Bilder nicht angezeigt oder es gibt einen PHP Fehler oder sowas, und der Kunde ruft wild erzürnt die Agentur an und fordert seine Gewährleistung ein.

Dann setzt sich ein Programmierer ran und sucht nach Fehlern und Ursachen oder wundert sich, wie der Fehler zustande kommt, wo er doch vorher nicht auftrat, und mir nichts dir nichts gehen ein paar Stunden herum, bis man zufällig feststellt, dass ein oder zwei Dateien auf dem Server andere Bearbeitungsdaten haben als der Rest, zufällig auch nur ein paar Tage alt, obwohl man schon ein paar Wochen nicht mehr daran gearbeitet hat.
Das legt natürlich den Schluss nahe, dass da jemand anderes dran war und irgendeinen Bug eingebaut hat. Der Kunde behauptet natürlich steif und fest, dass er nichts gemacht hat, aber weitere Personen mit Zugangsdaten gibt es nicht.

Putt Situation! Wer bezahlt nun den Aufwand für das Bugfixing? Gewährleistungsfall oder Kundenverschulden?
Rechtlich sicher schwierig, allein die Erbringung eines gerichtsfähigen Nachweises ist nicht so einfach. Und auf jeden Fall führt die Sache zum Konflikt in der Geschäftsbeziehung.

Ein Gedankenansatz zur Lösung:
Ist es erst einmal soweit, sicherlich kompliziert. Viel einfacher ist daher ein präventiver Ansatz!
Wie wäre es, auf dem Webserver den Code nur in verschlüsselter Form zu hinterlegen, sodass der Kunde gar nicht die Möglichkeit hat, Änderungen vorzunehmen? Ist sowieso viel sicherer, was Hacker etc. angeht.
Man vereinbart dann mit dem Kunden, dass man den Code sicher für ihn aufbewahrt, und dass die Gewährleistung, sobald der Sourcecode ausgehändigt wird, erlischt. Auf diese Weise ist das Konfliktpotential und Nachweisproblematik in Fehlern schon vor dem Entstehen aus dem Weg geräumt.

Zum Verschlüsseln von PHP Code eignet sich zum Beispiel der Zend Guard, ein Tool, was zur Lizensierung und für Kopierschutz entwickelt wurde. Der Zend Guard ist allerdings kostenpflichtig und liegt bei etwa 1000 EUR jährlich… zum Ausführen der Dateien muss auf dem Webserver die Zend Platform oder der Zend Optimizer installiert sein. Die kostenpflichtige Platform bietet noch einige weitere Features wie Caching oder Debugging, der Optimizer ist kostenlos.
Es kann also zum Beispiel auch eine kostenlose aber verschlüsseltes Software zum Download angeboten werden, die die User herunterladen und ohne weitere Kosten auf Ihrem Webserver installieren können. Sie müssen nur zusätzlich den kostenlosen Optimizer installieren.

Feb
26

Google Pack für Unternehmen?

Google stellt das Google Pack, eine Zusammenstellung von häufig verwendeten Programmen wie Bildverwaltung, Suche oder Antivirus, kostenlos zum Download zur Verfügung. Ein Grund dafür, sich die Software als kleines Unternehmen genauer anzusehen, sind doch Tools des täglichen Bedarfs enthalten.

Wie fast alles bei Google wird das Pack Logo durch den Begriff „beta“ verziert, dennoch ist die Software in vollem Funktionsumfang.
Das vollständige Google Pack umfasst aktuell folgende Programme:

  1. Google Earth, Weltkartensoftware mit umfassender Suchfunktion und Routenplaner
  2. Norton Security Scan, Antivirus-Software
  3. Google Desktop, Google Suche für den eigenen Rechner und die Möglichkeit beliebige Desktopgadgets einzubinden
  4. Firefox mit Google Toolbar, Die Alternative zum Internet Explorer oder Safari
  5. Skype, Instant Messenger und Internet-Telefonie Software
  6. Star Office, die Open Source Office Lösung mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc.
  7. Google Toolbar für IE, Erweiterung für den Internet Explorer
  8. Spyware Doctor, Anti Spyware Tool
  9. Picasa, Bildbetrachter und Verwaltung
  10. Adobe Reader, die bekannte Software zum Lesen von PDF-Dateien
  11. Real Player, Alternative zu Windows Media Player oder Quicktime

Mit Installation es Pack’s wird ausserdem Google Updater installiert, der alle beinhalteten Programme auf Updates prüft und diese installiert.

Google bewirbt die Software mit dem Slogan „immer kostenlos – keine Testversionen“ – steigt man aber etwas tiefer in das Kleingedruckte ein wird schnell klar, dass dieses nur für Privatpersonen gilt, was natürlich enttäuscht und was man von Google nicht erwartet hätte. Aber der Reihe nach, denn die Bedingungen unterscheiden sich in den einzelnen Punkten:

Google Earth
Die „persönliche Nutzung“ ist kostenlos, für Unternehmen gibt es die Version „Google Earth PRO“ für 400$. Die hat allerdings auch verbesserte Druckfunktionen und eine bessere Performance. Ich würde das so interpretieren, dass die Nutzung, solange ich es nur benutze, um mir mein Haus von oben anzusehen und mir den Weg, den ich fahren muss rauszusuchen, kostenlos ist. Sobald man aber Ausdrucke macht, das Material in Präsentationen nutzt oder das Tool z.B. für Recherche- oder Forschungszwecke gebraucht, ist es gewerblich und damit kostenpflichtig.

Norton Security Scan
Diese Software scheint tatsächlich vollständig kostenlos zu sein, ist aber kein Ersatz für eine Anti-Virus-Software wie das kostenpflichtige Norton, sondern nur ein Tool zum intervallmäßigen Scannen des PCs auf bekannte Viren etc.

Google Desktop
Hier hält Google, was der Name verspricht: alles kostenlos. Besonders interessant ist die ebenfalls kostenlose Version explizit für Unternehmen. Diese ist für die Arbeit im Netzwerk mit Serverumgebung gedacht. Der Server wird nur einmal indiziert, aber alle Clients können nach Authentifizierung den Server durchsuchen.

Firefox
Der Firefox Browser war und ist kostenlos, für jeden, jederzeit – auch mit Google Toolbar!

Skype
Ebenfalls kostenlos, aber um mit nicht Skype Usern telefonieren zu können, muss man sein Konto aufladen. Das wird einem auch „hin und wieder“ vor die Nase gehalten…

Star Office
scheint hingegen im Gegensatz zu früher nicht mehr Lizenzfrei zu sein, sondern kostet laut Homepage auch für Privatanwender 59,95 EUR! Meine persönlichen Erfahrungen mit Star Office in der Vergangenheit haben mich nicht sehr überzeugt, insbesondere, was die vielgepriesene Kompabilität zu Microsoft Office angeht. Daher habe ich Star Office bei meinem Test nicht installiert.

Google Toolbar für IE
Dafür Geld zu nehmen wäre fatal, sammelt doch Google so gerne Daten über die Toolbar… (Ich benutze sie trotzdem – vielleicht werden ja dadurch meine Interessensgebiete im Web gefördert 😉 )

Spyware Doktor
Die im Google Pack beihaltete Version von Spyware Doktor ist zwar stark in den Features eingeschränkt, aber kostenlos!

Picasa
Hier zitieren wir Google
Die Picasa-Software darf ausschließlich für nicht-kommerzielle Zwecke genutzt werden. Dies bedeutet, dass Sie Picasa zwar nicht nur zuhause, sondern auch an Ihrer Arbeitsstätte nutzen dürfen. Wenn Sie jedoch die Picasa-Software oder jegliche Informationen, Services oder Software, die in Verbindung mit Picasa stehen oder Picasa entnommen sind, verkaufen möchten, oder wenn Sie die Picasa-Software ändern, kopieren (vorbehaltlich nachfolgend beschriebener Bestimmungen), Dritten Nutzungsrechte einräumen oder Derivate von der Picasa-Software erstellen möchten (nachfolgend zusammen als „kommerzielle Nutzung“ bezeichnet), benötigen Sie hierzu die ausdrückliche Zustimmung von Google.
Das ist fair, würde ich sagen. Benutzen ja, weiterverkaufen natürlich nicht.

Adobe Reader
ist wie auch bei Adobe kostenlos. Durch die Verbreitung des Readers fördert Adobe schließlich den Verkauf der Software zum Erstellen von PDFs.

Real Player
Der Realplayer ist kostenlos.

Also alles in Allem ist doch einiges im Google Pack enthalten, was auch in Unternehmen genutzt werden kann, vor allem die Suche von Google ist ja bekanntlich nicht die schlechteste. Einmal indiziert, schloss Google Desktop Suchvorgänge auf meinem lokalen Rechner in der Regel in unter 3 Sekunden ab! Ich hoffe nur, dass der Schalter „Daten nicht an Google senden“ in der Konfiguration funktioniert…