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Apr
04

Google oder nicht Google, das ist hier die Frage

Freitag, 4. April 2008

Die Google Suchmaschine sowie Google Adwords sind ohne Zweifel essentielle Trafficlieferanten für so gut wie jeden Onlineshop. In vielen Fällen machen alleine die Besucher über die Suchergebnisseiten gut 80% des gesamten Traffics aus, Existenzgrundlage für viele Shopbetreiber! Google Adsense, die Contextrelevante Webeform von Google auf Seiten jeglicher Art, finanziert tausende von Websitebetreibern in absoluter Abhängigkeit. Man kann sagen, Google ist (aufgrund der hervorragenden Features und Firmenphilosophie meiner Meinung nach sogar zu Recht) der absolute Marktführer mit einer gigantischen Marktmacht!

Google und die Weltherrschaft:
Immer mehr Anbieter schalten Google Adwords, und das im Verbund mit zahlreichen anderen Aktionen von Google macht Adwordsmarketing immer teurer und teurer. Und bei den Suchergebnislisten kommen immer mehr Google eigene Features wie Maps bei allen örtlicne Suchen oder Froogle bei der Produktsuche zum Einsatz. Was passiert, wenn Google auf einmal Klickgebühren für die Listung in den kommerziellen Suchergebnissen verlangt? Was passiert, wenn Google selbst beginnt, Prrodukte zu vertreiben, wie in dem Science Fiction Szenario Googlezon, bei dem Google und Amazon zu einem Konzern verschmelzen und die weltweite Macht über Information und Ware erlangen? Oder wenn Google einfach mal nicht mehr da sein sollte? Der umsichtige Shopbetreiber muss sich eine Strategie zur Unabhängigmachung von Google in die Schublade legen, was natürlich nicht bedeutet, dass das Google Marketing nicht, solange es geht, voll ausgeschöpft wird. Jedoch ist es wichtig für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung auch noch in 5 Jahren jetzt schon daran zu denken, was sein könnte.


Googlezon EPIC 2015

Doch was kommt nach Google – Lösungsansätze
Zuerst scheint es schwierig, Alternativen oder Ergänzungen zum Medienriesen zu finden – nicht jedoch unmöglich. Einer der ersten Ansätze ist ja, die Konkurrenz zu stärken, um ein Gleichgewicht am Markt zu gewährleisten, was durch Preiskampf und Userbuhlen schon das allermeiste selbst reguliert. Dazu lohnt es sicher, auch einmal die Suchalgorithmen von Yahoo, MSN, AOL, LYCOS und wie die ganzen Suchanbieter noch so heissen, zu analysieren, und den eigenen Shop darauf zu optimieren. Sicher werden jetzt viele aufschreien, dass darüber so gut wie kein Traffic im Vergleich zu Google kommt und sich der Aufwand daher nicht lohnt. Aber meiner Meinung nach ist das ein Teufelskreis: Alle optimieren auf Google -> Google hat die beste Ergebnisqualität -> alle suchen bei Google -> google hat das größte Budget. Oder umgekehrt: Shops optimieren auf Yahoo etc. -> Yahoo hat bessere Ergebnisqualität, mehr Nutzer suchen bei Yahoo etc. -> gewünschte Konkurrenzsituation.
Vielleicht hilft es da auch schon zur Abwechslung mal die Yahoo anstelle er Google Sitesearch einzubauen oder einfach ein paar ergänzende Anzeigen bei Yahoo zu schalten.

Ganz unabhängig davon lohnt sich natürlich der Ausbau jeglicher Werbeform, die nicht über Suchmaschinen läuft. Also relevante Verlinkung auf den Seiten von Medien und und zielgruppenaffinen Seiten, Affiliprogramme, Preisvergleichsintegration etc..

Vielleicht ist auch der Weg der “klassischen” Kundengewinnung ein ganz erheblicher. Kundenweiterempfehlungen, Adressgenerierung zur Newsletterwerbung, Flyer und aber auch insbesondere Pressearbeit sollte nicht vernachlässigt werden: Bei einer Userumfrage der Online Boutique www.luxusbabe.de gaben über 70% der Teilnehmer an, Luxusbabe aus Print- oder TV-Medien zu kennen.

Fazit
Ein Allheilmittel-Strategie gibt es nicht – und ist vielleicht im Moment auch noch nicht nötig. Der umsichtige Geschäftsmann muss jedoch darauf achten, dass die Konkurrenz unter seinen Lieferanten erhalten bleibt, und sich frühzeitig über ergänzende und alternative Vermarktungsformen Gedanken machen.

Mär
31

Onlineshop Kampagnentracking

Montag, 31. März 2008

KampagnentrackingEine gute statistische Erfassung des Erfolgs oder Misserfolgs einzelner Werbemassnahmen (Kampagnen) ist unerlässlich, sobald man als Shopbetreiber mehr als ein paar EUR monatlich für Online Marketing ausgibt. Dabei ist es gleich, ob es sich um Preisvergleiche, Google Adwords, Bannerkampagnen, Newsletter oder was auch immer handelt. Jede Kampagne, die Kosten verursacht, muss auch nachverfolgt werden, um deren Wirksamkeit zu analysieren.

Der erste Schritt zum Tracking ist die Auswahl einer geeigneten Statistiksoftware. Hierbei spielen sowohl die Qualität, als auch der Preis eine entscheidende Rolle. Zur Auswahl stehen natürlich etliche Tools, 3 der bekanntesten sind Etracker, Google Analytics und Econda. Alle drei bieten ausreichende Features zur Analyse der üblichen Kampagnen. Zum Tracking werden durchweg Parameter, die an die URL des Werbelinks angehängt werden, verwendet.

Das funktioniert so: Will ich eine Bannerkampagne zu Ostern machen, die auf die Startseite meines Shops linkt, binde ich anstelle von
www.meineshopdomain.de
den Link
www.meineshopdomain.de?campaign=ostern2008
in das Banner ein. Schon kann die Statistiksoftware alle Besucher, die über diese Bannerkampagne auf den Shop gelangen, der Kampagne Ostern 2008 zuordnen. Die Statistiksoftware macht es nun möglich, den durch diese Besucher generierten Warenkorbumsatz anzuzeigen. Unter Einbeziehung der Kosten, die für die Marketingmassnahme entstanden sind, läßt sich nun der ROI (Return of Investment) und damit der Erfolg der Kampagne berechnen.

Der grosse Vorteil von Google Analytics im Vergleich der 3 Anbieter liegt darin, dass die Nutzung der Software komplett kostenlos ist. Etracker überzeugt durch detailliertes Tracking und überaus übersichtliche Darstellung der wichtigen Kennzahlen, bietet jedoch erst ab der 99 EUR/Monat Variante Kampagnentracking an. Econda als kleinster der drei Anbieter zeichnet sich dagegen durch persönlichen Service und die Möglichkeit, individuelle Anpassungen an der Software vorzunehmen, aus. Preislich geht es bei Econda ab 59,- EUR/Monat los, und hier sind alle Features enthalten. Teurer wird es sowohl bei Etracker als auch bei Econda ab einer gewissen Menge von monatlichen Pageimpressions.

Meine persönliche Vorgehensweise ist folgende: Zum Start eines Projektes wird meist Google Analytics integriert, um die Fixkosten in den ersten Monaten, in denen meist eh noch nicht viel passiert, gering zu halten. Sobald der Shop dann ordentlich eingerichtet ist und alle anfänglichen Hürden genommen sind, steigt in der Regel das Marketingbudget. Sobald die monatlichen Kosten für Onlinemarketing etwa 500 EUR überschreiten, empfehlen wir unseren Kunden den Wechsel zu Econda oder Etracker. Econda bietet vor allem in Kombination mit Onlineshops von OXID eSales einige Vorteile, vor allem die bereits fertige Schnittstelle und die Integration in OXID eFire, das Marketing-Portal für OXID Shops. Ansonsten ist Etracker auch immer eine gute Wahl.

Mär
23

Muster Widerrufsbelehrung

Sonntag, 23. März 2008

Paragraphendschungel im WiderrufsrechtNur noch wenige Tage und alle Onlineshop-Betreiber können aufatmen: Am 1. April tritt die neue Musterwiderrufsbelehrung des Bundesjustizministeriums in Kraft, die erheblich kürzer als bisherige Vorlagen ausfällt und dem ewigen Hick Hack und Abgemahne zum Thema Widerruf ein Ende bereiten soll.

Einen massgeblichen Beitrag zum Entwurf der neuen Widerrufsbelehrung hat Trusted Shops, der Aussteller des Trusted Shops Gütesiegels, geleistet. Nah dran am Alltag der Shopbetreiber und mit einer eigenen Rechtsabteilung ausgestattet hoffen wir, dass Trusted Shops alle wichtigen Aspekte und vor allem dem Schutz des Shopbetreibers vor Missbrauch des Widerrufsrechtes bedacht hat! Ausserdem ist angeblich geplant, die Belehrung demnächst in Gesetzesform zu fassen, so dass sie von Gerichten nicht mehr angreifbar ist. Mehr dazu kann im Shopbetreiber Blog nachgelesen werden. Dort gibt es auch den neuen Gesetzesentwurf zum Download:

Hier beim Shopbetreiber Blog herunterladen

Das Thema Widerrufsrecht verfolgt den Onlinehändler schon eine ganze Weile. Aus persönlicher Erfahrung weiss ich, dass es oft zu Unstimmigkeiten mit Kunden im Bezug auf den Widerruf kommt, vor allem, wenn eine Benutzung des Kaufgegenstandes zu erkennen ist. Meiner meinung nach ist der Missbrauch auf Kundenseite höher als auf Shopbetreiberseite. In der Praxis sind jedoch die Shopbetreiber die Leidtragenden, die sich sozusagen ständig “mit einem Bein im Gefängnis” befinden, da sie bisher keine Vorlage hatten, mit der sie sich absichern konnten. Also selbst Merchants mit den besten Absichten und größtem Kundenservice konnten sich nicht 100% absichern. Und die Abmahnenden waren in der Regel Konkurrenten, und nicht geschädigte Verbraucher.

Kunden von Onlineshops kann ich nur raten, die bestellte Ware auch gleich nach Erhalt zu prüfen. Wenn die 14 Tage Widerrufsrecht voll ausgenutzt werden, entsteht dem Shopbetreiber in jedem Fall ein Schaden, der größer ist als nötig. Und das Begutachten der Ware “wie im Laden” was durch das besondere Widerrufsrecht für Shopbetreiber gewährleistet werden soll, dauert in der Regel auch nur ein paar Minuten. Wird die Bestellung ein – zwei Tage nach Erhalt der Ware widerrufen, wird sich kein seriöser Shopbetreiber querstellen.

Ob das Streitthema Widerrufsrecht mit der neuen Muster-Belehrung ein Ende hat? Ich will es hoffen!

Mär
16

Social Shopping: Smatch.com

Sonntag, 16. März 2008

Screenshot Smatchwww.Smatch.com ist die neue Social Shopping Community der Otto Gruppe. Als Tochter der Shopping24 GmbH kennen sich die Betreiber bereits im Preisvergleichsbusiness aus und verfügen über die nötigen Kontakte zu Shopbetreibern sowie das nötige Kleingeld für Entwicklung und Marketing in der Startphase.

Die Plattform Smatch kommt in schlichtem web 2.0 Layout daher und überzeugt durch einfache Benutzung. Grundsätzlich ist Smatch wie eine Preisvergleichsseite aufgebaut, jedoch werden die Produkte nicht nach Preisen sortiert, sondern danach, wie User sie bewertet haben. So finden sich auf Smatch zahlreiche Features wie Wunschzettel, Sternevergabe und Weiterempfehlung, die User zur Interaktivität aufforden. Besucher können sich registrieren, Profile anlegen etc. So bekommen die Empfehlungen Namen und Gesichter, was das Vertrauen in die Aussagen erhöht.

Im Vergleich zu anderen Social Shopping Plattformen wie z.B. www.Edelight.de kann der User auf Smatch allerdings keine Produkte hinzufügen, die er irgendwo in einem Onlineshop gesehen hat. Es können ausschließlich diejenigen Produkte bewertet und weiterempfohlen werden, die von den Partnershops von Smatch zur Verfügung gestellt wurden. Denn schließlich braucht Smatch ja auch ein Geschäftsmodell, und das ist eben wie bei einer Preisvergleichsseite: der Shopbetreiber bezahlt pro Klick und Weiterleitung auf eines seiner Produkte eine Klickprovision an Smatch.

Update: Laut Smatch Insidern ist aktuell eine Funktion in Arbeit, mit der auch Produkte von bisher nicht auf Smatch vertretenden Shops hinzugefügt werden können. Schöne Erweiterung – wir sind gespannt!


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